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ane  •  wassi  •  zelli - Drei der Berliner Karikaturisten vom 12.05.06 bis 31.05.06 mit ihren Werken in der Galeria KiK!
"Man kann aus Politikern Karikaturen machen, aber aus Karikaturen keene Politiker!" Diese Erkenntnis verdanken wir dem Zeichner und Spötter Hans Joachim Stenzel, den alle nur "Zelli" nannten. Willy Brandt bezeichnete ihn mal als einen "modernen Zille". Zille & Zelli, zwei Brüder im Geiste. Stenzel (Berliner Morgenpost) gehörte neben Ane (Der Abend) und Arne (BZ) zu den am meisten gedruckten Karikaturisten West-Berlins. Er war kein Freund moderner Kunst und konnte vor allem mit Joseph Beuys wenig anfangen. Der Vater der Schauspielerin Julia Biedermann kam immer etwas gemächlich daher und meldete sich am Telefon in seiner Redaktionsstube wenig dynamisch mit "Humorabteilung".  Weil sie in Berlin der Inflation entkommen wollten, zogen seine Eltern - mit ihm in Mamas Bauch - nach Kentucky/ USA. Dort kam die Prohibition. Und weil der alte Stenzel unter Freiheit auch die freie Getränke- Auswahl verstand, kehrten sie alle bald wieder zurück. Zelli - er starb 1999 - war auch kein Kostverächter. Als ihm mal in einer Bar ein warmer Wodka serviert wurde, sagte er zur Bedienung: "Ick erwarte nich, dass Ihre Gläser Abitur haben. Aber beschlagen sollten se sein..." Quelle: Berliner Morgenpost 13.09.2003
ANE   Aribert Nesslinger:   Alle guten Berliner kommen aus Breslau oder Ostpreußen. Ich ließ mir schon bei meiner Geburt etwas besonderes einfallen: Ich kam in Kowno in Litauen zur Welt. Am 12. September 1924 war das. 1930 erkannte ich, dass es dort wenig Zeitungen gab und meine presse- zeichnerische Laufbahn somit gefährdet war. Deshalb bat ich meine Eltern um Versetzung. Es sollte eine meiner wenigen Versetzungen sein. Meine ersten Werke schnitt ich in Holz. Ich spezialisierte mich auf Schulbänke. Manchmal arbeitete ich an einer Schulbank zwei Jahre. So über meine Arbeit gebeugt verging die Zeit, und eines Tages erklärte man mir, dass ich nunmehr, es war auf der Obertertia, das Wehrdienstalter erreicht hätte. Was nun kam, hatte mit Kunst wenig zu tun. Ich wurde als Infanterist für drei Jahre nach Russland geschickt. Viermal drückte mir noch die Muse in Gestalt einer Lazarettschwester einen Bleistift in die Hand, dann hatte das Schicksal wieder einmal etwas Ausgefallenes mit mir vor. Ich ging auf Tournee – im Viehwagen nach Russland. Leider jedoch nicht als freier Mitarbeiter. Nach fünf Jahren glaubten die Russen, auf mich verzichten zu können, und ich hatte nunmehr das Zeug, Humorist zu werden.     WASSI   Eberhard Wassilowski:   Als Junge zeichnete er bereits im Alter von 13 Jahren für das Berliner „12-Uhr-Blatt“ und damit war „Wassi“ geboren. Im Telegrammstil weiter:   Kunstakademie, Amateurboxer (67 Kämpfe, 59 Siege), Militärzeit, Technischer Leiter, Buchautor, Sportjournalist, Box-Trainer, Grafiker, Karikaturist, Pressezeichner, Porträtzeichner unzähliger Prominenter von A wie Hans Albers bis Z wie Helmut Zacharias und nicht zuletzt Organisator der in den 70iger Jahren jährlichen populären Berliner „Kinderparty“ in der Deutschlandhalle.     ZEL   Hans-Joachim Stenzel:   Ich wurde an einem blauen Montag geboren. Nachmittags natürlich, weil ich nicht gern früh aufstehe. Es war am 15. Oktober 1923. Friedrich Nitzsche und Oscar Wilde sind auch an einem 15. Oktober geboren. Typische Waage-Menschen.   An meinem Geburtstag kostete die „BZ“ am Zeitungsstand 50 Millionen Mark. Ein Exemplar! Denn damals war auch schon Inflation. Aber, ich kaufte mir an diesem Tage keine  Zeitung, denn ich wurde fern der Inflation in Amerika geboren. Genau gesagt in Louisville/Kentucky. Dort lernte ich allerdings  Schlimmeres als die Inflation kennen: Die Prohibition! Seitdem kann ich keine Milch leiden. Meine Eltern, beide gebürtige Berliner, kratzten auch schnell die Kurve. Mein Alter hatte Durst auf Molle und Korn. So etwas ist  erblich. In Berlin ging ich zur Schule. „H. kam wieder 124mal  zu spät!“ Wenn man erst bei Sonnenuntergang zur Welt kommt, kommt man immer zu spät. Das rettete mir im Krieg das Leben. Denn der Zug, den ich hätte kriegen müssen, fuhr auf eine Mine. So stand ich auf dem Bahnhof und dachte: Pünktliche Menschen sterben eher!“ Seit 1948 lebe ich davon, Scherze zu machen. Etwa 50000 habe ich veröffentlicht. Meine Karikaturen signiere ich mit dem Hinterteil. Meines Namens.     Obige Beschreibungen wurden freundlicherweise dieser Website zur Verfügung gestellt von Frau Wassilowski! ( Trautchen, Bert Beel's Schwester, vw. Frau Wassilowski )  
„Das war Spitze“ hieß eine Ausstellung aus dem Nachlass der drei unvergessenen Berliner Karikaturisten Hans Joachim „Zelli“ Stenzel („Berliner Morgenpost“), Aribert „Ane“ Neßlinger („Der Abend“) und Eberhard „Wassi“ Wassilowski, die die Bezirkszentralbibliothek am Luisenbad bis 6. Januar 2004 zeigte. Der Titel spielt auf das legendäre Lokal „Die Spitze“ an der Lietzenburger Straße an, das in den 60er und 70er Jahren Treffpunkt der Berliner Karikaturisten war. Quelle: Berliner Morgenpost 14.12.2003
Karl im Kiez Senioren-Union Bürgerbüro Wedding Gemeinsam ins Theater ... Das war die Galeria KiK SC Hansabuben Bild-Künstler Karikaturisten Das war die Galeria KiK