Die TransFair  -  Chronik    1992: Vereinsgründung, Siegelentwicklung, Festlegung der TransFair-Standards, gepa wird erster  Lizenznehmer, erster TransFair-gesiegelter Kaffee bei Edeka Minden.    1993: Weltgebetstag der Frauen, darauf folgend bieten 20.000 Supermärkte TransFair-Kaffee an,  es gibt einen Stand auf der Anuga in Köln, Empfang bei Bundespräsident Richard Weizsäcker.  Schon eine Million TransFair-gesiegelte Kaffeepäckchen verkauft.    1994: Erweiterung der TransFair-Standards auf Plantagen-produkte, Teeeinführung.      1995: Produkterweiterung um Kakao und Zucker; Stand auf der Biofach in Frankfurt, internationale  Produzentenversammlung in Tutzingen, Start des TransFair-Promotoren-Netzwerkes.      1996: Stand auf der internationalen Süßwarenmesse ISM in Köln; Bundespräsident Roman Herzog  besucht TransFair-Partnerorganisation in Nicaragua; Umsatz mit TransFair-gesiegelten Produkten  klettert auf 100 Millionen DM.      1997: Gründung der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO), Einführung Honig,  TransFair auf dem evangelischen Kirchentag.    1998: Kaffeepreise auf dem Tiefstand, Einführung Bananen; Im Herbst zerstört der Hurrikan Mitch  die Fairtrade-Bananenanbaugebiete in der Dominikanischen Republik. Die TransFair-Banane  "verschwindet" vom deutschen Markt.    1999: Aufnahme des Rugmark-Siegels für Teppiche, die ohne illegale Kinderarbeit geknüpft  wurden, Norbert Blüm erklimmt Orangenbäume für TransFair-Orangensaft, TransFair-  Aktionswochen bei Karstadt mit Unterstützung des Umweltministers Jürgen Trittin.    2000: Kakaopreise fallen in den Keller; Frontalzusammenstoß: unfairer Fernsehangriff auf  TransFair. Fußballstar und ehemaliger Kinderarbeiter in den Orangenfeldern Brasiliens, Giovane  Elber gibt Schulunterricht, Journalistenreise zu Kuapa Kokoo nach Ghana.    2001: Kaffeebauern ziehen vor Jabobs-Zentrale nach Bremen und fordern eine „faire Krönung“,  erste bundesweite Faire Woche „Für alle das Beste – Fairer Handel“, Neuss wird Faire Hauptstadt.  Kaffee von TransFair erhält Einzug im Deutschen Bundestag.    2002: 10-jähriges Bestehen von TransFair mit Empfang bei Bundespräsident Johannes Rau.  Schloss Bellevue schenkt ausschließlich fair gehandelten Kaffee, Tee und Orangensaft aus.    2003: Umstellung auf internationales Fairtrade-Logo unter Beibehaltung der Wortmarke „TransFair“,  Fußball als erstes Non-Food Produkt, Mariele Millowitsch feiert den Verkauf von einer Million Liter  Orangensaft bei Rewe, Start der Informationskampagne „fair feels good.“, staatliche Unterstützung  für die Entwicklung neuer Produkte und dem Engagement im Großverbraucherbereich. Heidemarie  Wieczorek-Zeul eröffnet Faire Woche bei Edeka Südwest.    2004: Einführung Wein; Faires Frühstück bei der Kindernothilfe im Rahmen der Fairen Woche;  TransFair-Produkte belegen Spitzenplätze bei Stiftung Warentest und Öko-Test. Über 100 Firmen  nutzen das TransFair-Siegel. Neustart der TransFair-Bananen bei Kaiser’s Tengelmann.    2005: Empfang einer Fairtrade-Delegation durch UN-Exekutivdirektor Klaus Töpfer in Nairobi,  engere Kooperationen mit Naturkostläden, Dieter Overath zu Gast bei Fernsehkoch Johann Lafer.    2006: Einführung Rosen und Reis; Einstieg in den Discount bei Lidl, Einführung Gebäck, Datteln;  stärkstes Wachstumsjahr mit 100% Absatzplus; Großver-brauchererfolge: Bäckereikette Gilgens  und Air Berlin stellen auf „Cafe Intención“ von J.J. Darboven um; TransFair im offiziellen  Rahmenprogramm der Fußball-WM.    2007: Einführung Eis und Baumwolle; Übertragung der Zertifizierungsaufgaben an FLO-CERT  Deutschland, Verzicht auf die Wortmarke "TransFair" im Fairtrade-Siegel, Vollmitgliedschaft der  regionalen Fairtrade-Produzentennetzwerke bei FLO und im FLO-Vorstand, Gründung von  Fairtrade-Siegelinitiativen in Brasilien, Mexiko, Südafrika, Indien und Osteuropa.    2008: Die Finanzkrise verstärkt die wirtschaftliche Notlage der Menschen in den ärmsten Ländern.  Trotz Krise 50 % Steigerung bei TransFair. 50 neue Produkte kamen auf den Deutschen Markt.  Neben Lidl bieten auch Penny und Netto Fairtrade-Produkte an. Cosma Shiva Hagen reist mit  TransFair nach Burkina Faso zu Fairtrade-Baumwollkooperativen. Zum ersten Mal wird ein  Vertreter von TransFair zu einer offiziellen Delegationsreise des Bundesrates eingeladen. Beim  Banana-Day werden eine Millionen Fairtrade-Bananen gegessen und gekauft.    2009: Die Fairtrade-Towns Kampagne startet in Deutschland - Saarbrücken wird erste Fairtrade-  Stadt. Auch Neuss, Marburg, Neumarkt i.d.OPf., Castrop-Rauxel, Dinslaken, Sonthofen, Bad  Honnef, Wesel, Rottenburg a.N. und Rumbach bekamen 2009 den Titel. Zum Weltfrauentag  wurden 20.000 Rosen verteilt. Zusammen mit Unicef und Eva Padberg setzt TransFair ein Zeichen  gegen Kinderarbeit in der Baumwollindustrie. Die CDA wird neues Mitglied bei TransFair. Während  der 8. Faire Woche finden 3.000 Aktionen in ganz Deutschland statt. Zur “Kaffee.Pause.Fair”  werden bundesweit in nur einer Stunde über 100.000 Tassen Fairtrade-Kaffee getrunken. TransFair  verleiht erstmals den Fairtrade-Award im Rahmen der IFC (International Fairtrade Conference) in  Berlin.      Konsum gegen Armut Konsum für Zukunft   Seit nun mehr als 30 Jahren gibt  es in Europa Angebote des fairen  Handels in Europa. Der faire  Handel hat sich in dieser Zeit  deutlich ausgeweitet. Mittlerweile  findet man fair gehandelte  Produkte nicht nur in den  WELTLÄDEN sondern auch in  einigen Lebensmittelketten so z.  B. bei Lidl und Penny. Dennoch ist das Potential längst nicht  ausgeschöpft. Berlin und der  Norden Deutschland liegen  deutlich hinter anderen  Bundesländern was den Konsum  an fair produzierten und fair  gehandelten Produkten betrifft.  Dies liegt zum Teil daran, dass in  Berlin das Angebot an  Billigprodukten sehr groß ist und  auch Menschen, die eigentlich  dem fairen Handel gegenüber  grundsätzlich offen stehen, im  Alltag wenig Möglichkeiten sehen  oder es einfach vergessen, sich  diese Produkte kontinuierlich zu  kaufen.   1992 startete der gemeinnützige  Verein TransFair seine Arbeit mit  dem Ziel, benachteiligte  Produzentenfamilien in Afrika,  Asien und Lateinamerika zu  fördern und durch den Fairen  Handel ihre Lebens- und Arbeits-  bedingungen zu verbessern. Als  unabhängige Initiative handelt  TransFair nicht selbst mit Waren,  sondern vergibt das Fairtrade-  Siegel für fair gehandelte Produkte auf der Grundlage von  Lizenzverträgen.   Fotoshow Fairer Start